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Mönchsgemeinschaft

Impulse

Benediktinische An-Klänge: Musik und Wort zum Innehalten

Seit einigen Jahren gestalten wir Mönche zusammen mit einer Instrumentalistin oder einem Instrumentalisten eine Konzertreihe, die sich Gregorianik PLUS nennt. Von vielen Gästen wird dieses Format sehr geschätzt.

Angeregt von der Klarinettistin Rebecca Elisabeth Ankenbrand, wollen wir in den kommenden Wochen Musik und Wort verbinden.

Nutzen Sie dieses Angebot für eine Zeit des Innehaltens oder der Ruhe in den von der Coronavirus-Krise geprägten Tagen.

Ihre Mönche vom Kloster Huysburg

Letzte Ausgabe

24. Mai 2020 (7. Ostersonntag)


VIRI GALILAEI

Ihr Männer von Galiläa, was wundert ihr euch und schaut zum Himmel?
Halleluja.
Wie ihr IHN habt aufsteigen sehen zum Himmel, so wird er wiederkommen.
Halleluja, Halleluja
.
 

Abschied, ungläubiges Staunen – "War’s das jetzt? Soll es das wirklich gewesen sein?" Und dann die Zusage: "Nein, er kommt wieder."

Den ersten Teil kennen wir wohl nur zu gut. Viele Abschiede und Trennungen haben wir zu bestehen in unserem Leben, und immer wieder auch den endgültigen Abschied, wenn jemand durch den Tod aus dem Kreis der Lebenden herausgenommen wird.

Manchmal bekommen wir von dem Menschen, der geht, der gehen muss, ein Andenken, oder wir behalten ein Wort, ein Bild, einen Gegenstand – buchstäblich oder auch innerlich in unserem Herzen. Das ist kostbar und eine große Hilfe für die Erinnerung. Solche Erinnerungszeichen sind ein äußerer Anknüpfungspunkt für das innere Verbundenbleiben; sie halten die, die nicht mehr da sind, doch irgendwie lebendig. Es lohnt sich, sie immer wieder anzuschauen und wirken zu lassen.

Die Botschaft dieser Tage zwischen "Christi Himmelfahrt" und "Pfingsten", die im Bild dieses Gesangs angedeutet wird, führt noch weiter:

Angesichts der Abschiede gibt es nicht nur Erinnerung in die Vergangenheit, sondern auch Gegenwart und Zukunft. Der, der da weggegangen ist, wird wiederkommen, am Ende und endgültig. Die Zeit der Abschiede hat einmal ein Ende. Die Trennungen, die wir erlebt haben, bis hin zu den brutalsten durch den Tod, sie behalten nicht das letzte Wort. Unsere Zukunft heißt: ER wird uns zusammenführen mit den Menschen, die wir aus der Hand geben mussten und die bei ihm leben.

Aber auch schon vorher, jetzt schon, kommt er. In der Sprache der biblischen Texte: Der, der weggegangen ist, sendet den Beistand, den "Heiligen Geist", der er selber ist, und der in uns bleibt. Dieser Heilige Geist ist die Kraft und das Leben, die IHN aus dem Tod geholt haben, die Kraft, die stärkt und inspiriert, sie wird kommen – sie ist gekommen. ER ist gekommen im Heiligen Geist über alle Gräben hinweg. ER ist Gegenwart.

Ja, es gibt die Chance, unser Leben, das aus so vielen kleinen und großen Abschieden besteht, zu leben mit einem, der präsent ist, mit einem, der wiedergekommen ist und der noch einmal und endgültig wiederkommen wird – ohne das Wenn und Aber dieser durch "Zwielicht und Schatten" geprägten Zeit, die unweigerlich zu Ende geht. ER kommt wieder …
 

Antonius Pfeil OSB,
7. Sonntag der Osterzeit, 24. Mai 2020

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26. April 2020 (3. Ostersonntag)

19. April 2020 (2. Ostersonntag)

12. April 2020 (Ostersonntag)

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