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Mönchsgemeinschaft

Impulse

Benediktinische An-Klänge: Musik und Wort zum Innehalten

Seit einigen Jahren gestalten wir Mönche zusammen mit einer Instrumentalistin oder einem Instrumentalisten eine Konzertreihe, die sich Gregorianik PLUS nennt. Von vielen Gästen wird dieses Format sehr geschätzt.

Angeregt von der Klarinettistin Rebecca Elisbeth Ankenbrand, wollen wir in den kommenden Wochen Musik und Wort verbinden.

Nutzen Sie dieses Angebot für eine Zeit des Innehaltens oder der Ruhe in den von der Coronavirus-Krise geprägten Tagen.

Ihre Mönche vom Kloster Huysburg

Neueste Ausgabe

29. März 2020 (Judica)


Verschaff mir Recht, o Gott,
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk!
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen,
denn du bist mein Gott und meine Kraft.
(Psalm 43,1–2)

Böse und tückisch sind manchmal nicht nur Menschen, sondern auch so eine Krankheit. Gerade wenn oder solange wir sie nicht "im Griff haben" und wir erst mal nur ohnmächtig oder weitgehend defensiv reagieren können.

Vielleicht wird es jetzt auch wichtig, dass die Ohnmacht und Unsicherheit, die Erfahrung, dass wir eben doch nicht "alles im Griff haben", sich nicht gegen "die anderen" richtet, die "nicht genug tun", "mich leichtsinnig angesteckt haben", "mich nicht richtig oder rechtzeitig behandelt haben", "mir nicht genügend Aufmerksamkeit schenken" oder wie die Vorwürfe solcher Art lauten mögen.

Die Gewissheit des Beters dieser Psalmverse ist: "Du bist mein Gott und meine Kraft." – Es gibt tatsächlich eine Kraft, größer und tiefer und stärker als ich mit meinen letztlich doch engen Grenzen. Es ist eine Kraft, die mich hält und die verhindert, dass Leid, Schmerzen und Tod, Willkür und Schrecken das letzte Wort behalten.

Vielleicht verändert das Geschenk einer solchen Gewissheit diese Angst, die uns böse macht. – Ich hoffe es; ich versuche, darauf zu vertrauen.

Antonius Pfeil OSB,
V. Fastensonntag, 29. März 2020

Frühere Ausgaben

22. März 2020 (Laetare)

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