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Mönchsgemeinschaft

Impulse

Benediktinische An-Klänge: Musik und Wort zum Innehalten

Seit einigen Jahren gestalten wir Mönche zusammen mit einer Instrumentalistin oder einem Instrumentalisten eine Konzertreihe, die sich Gregorianik PLUS nennt. Von vielen Gästen wird dieses Format sehr geschätzt.

Angeregt von der Klarinettistin Rebecca Elisabeth Ankenbrand, entstand in Fasten- und Osterzeit 2020 ein Zyklus regelmäßiger Beiträge.

Seit Juni 2020 gibt es in loser Folge weitere Anregungen in der Verbindung von Musik und Wort.

Schauen Sie immer wieder mal vorbei und nutzen Sie das Angebot für eine Zeit des Innehaltens oder für eine Auszeit vom Alltag

Ihre Mönche vom Kloster Huysburg

Letzte Ausgabe

16. August 2020 (20. Jahreskreissonntag)


PROTECTOR NOSTER ASPICE

Unser Beschützer, sieh uns an, Gott! Schau auf das Antlitz deines Gesalbten.
Denn ein Tag im Bereich deines Tempels ist besser als tausend andere.
 

Einen Beschützer zu haben, klingt wohl nicht unbedingt erwachsen und souverän. Wir wollen schon gern für uns selbst sorgen, ja wir müssen und wir können das normalerweise auch: Wir passen auf, planen voraus; wir versichern uns umfassend. All das ist sinnvoll und nötig.

Und doch: Damit ist nicht immer alles getan. Wir brauchen Vergewisserung und Sicherheit, Schutz auch auf einer anderen Ebene. Sicherheit und Schutz, die wir uns nur begrenzt beschaffen oder gar kaufen können. Wir brauchen einen "Raum", in dem wir gut, vielleicht sogar liebevoll, angeschaut werden. Einen "Raum", wo wir uns nicht verstecken müssen mit dem, was auch zu uns gehört und von dem wir nicht so sicher sind, dass wir damit – im harmlosesten Fall – gut "ankommen". Einen "Raum", in dem wir einfach sein können – in Ruhe und ohne permanent auf der Hut sein zu müssen. Am liebsten einen "Raum", von dem man sagen kann: Auch nur ein kurzer Tag in einem solchen "Raum", das ist besser als tausend andere.

Vielleicht ist uns das gerade in diesen Zeiten des Abstands nochmal deutlicher bewusst geworden, da ja Abstand anfangs nicht nur die auch schon zuweilen hart genug empfundenen 1,50 m bedeutete, sondern richtige räumliche Trennung, ohne den direkten Blick und manchmal sogar ohne die – wenn auch nur elektronisch übermittelte – lebendige Stimme. Diesen kostbaren "Raum" schenken uns gute Menschen, unsere Nächsten; diesen "Raum" können wir anderen schenken.

Der Gesang des "Protector" mit seinem Text aus dem 84. Psalm spricht davon, dass es noch einen anderen gibt, der uns einen solchen "Raum" schafft, der solchen Schutz bietet. Er ist dabei nicht entfremdend und übergriffig und auch nicht dirigistisch, sondern freilassend, einladend, werbend. ER ist so einer, dass "auch nur ein Tag bei ihm zu sein, besser ist als tausend andere". ER lässt uns wirklich souverän sein – in allen Angefochtenheiten, in allen Zerbrechlichkeiten, die wir an uns selbst und mit anderen erfahren.

ER ist auch nicht entrückt, sondern zugänglich für alle, ohne Vorbedingungen. Wir können ihn einfach ansprechen – wie die unzähligen Menschen aller Kulturen und Lebensstile, die es seit Jahrtausenden vor uns bis heute getan haben und tun. Das ist die unscheinbare, diskrete Einladung dieses Gesangs: "Protector noster – Du, unser Beschützer, Gott, sieh uns an!" 

 

Antonius Pfeil OSB,
20. Sonntag im Jahreskreis, 16. August 2020

Frühere Ausgaben

11. Juli 2020 (Benediktsfest)

31. Mai 2020 (Pfingstsonntag)

24. Mai 2020 (7. Ostersonntag)

17. Mai 2020 (6. Ostersonntag)

10. Mai 2020 (5. Ostersonntag)

3. Mai 2020 (4. Ostersonntag)

26. April 2020 (3. Ostersonntag)

19. April 2020 (2. Ostersonntag)

12. April 2020 (Ostersonntag)

5. April 2020 (Palmarum)

29. März 2020 (Judica)

22. März 2020 (Laetare)

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