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Ausstellung: Kapitelle – Kloster mit Köpfchen

 

Romanische Kapitelle vom Kloster Huysburg aus den Beständen des Klosters und aus dem Bode-Museum in Berlin. Ausstellung vom 12. Mai bis 8. Juli 2018 im Romanischen Saal des Benediktinerklosters Huysburg.

© Philipp Hort

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Straße der Romanik werden auf der Huysburg erstmals Kapitelle gezeigt, die vor knapp 200 Jahren ihren angestammten Platz im Huysburger Baugefüge verließen und heute zu den Beständen des Bode-Museums in Berlin gehören.

Die Klausurgebäude des Benediktinerklosters Huysburg entstanden bald nach dessen Gründung im 11. und 12. Jahrhundert und blieben beinahe unverändert bis ins 19. Jahrhundert erhalten. Nach der Schließung des Klosters im Rahmen der Säkularisation kamen große Teile der Anlage in den Besitz einer adeligen Familie. Die repräsentativen barocken Ergänzungsbauten ließen sich gut als Familienwohnsitz nutzen. Die romanischen Gebäudeteile rund um den Kreuzgang wurden bald als wohlfeiles Baumaterial für ein schlossartiges Landhaus am Fuß des Huys im benachbarten Röderhof verwendet. Nicht alle Teile der romanischen Bauplastik wurden verbaut und so kamen durch Ankauf um 1900 zehn Kapitelle vom Kloster Huysburg in die Bestände des Bode-Museums in Berlin.

Während der archäologischen Grabungen im Rahmen der Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Kloster Huysburg ab Mitte der 1990er Jahre wurden weitere Kapitelle und Basen im Schutt gefunden. Gäbe es einen passenderen Rahmen als den Romanischen Saal um den wiedervereinigten Kapitellschatz zu präsentieren? Von Mitte Mai bis Mitte Juli werden dort die Originale zu sehen sein.

In der Ausstellung finden die Kapitelle eine inhaltliche Ergänzung: das Kapitell – zu Deutsch "Köpfchen" wird in den überkommenen Architekturtheorien gerne als das Haupt der Säule bezeichnet. Im baulichen Zusammenhang wird hier zusammen mit der Kämpferplatte die von oben kommende Last von Gebälk oder Bogenstellung auf Säule oder Pfeiler umgeleitet. Dieser architektonische Zusammenhang diente als Anregung, einmal zu schauen, auf welche Köpfe im gelebten klösterlichen Alltag sich welche Lasten verteilen und damit ein tragfähiges Gefüge gemeinschaftlicher Struktur ermöglichen. Lassen Sie sich überraschen! 
 

Öffnungzeiten | 12. Mai bis 8. Juli 2018
Montag bis Samstag, 10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr
Sonntag, 11 bis 17 Uhr

Eröffnung | Freitag, 11. Mai 2018 
17.30 Uhr: Abendlob mit Gregorianischem Choral und Orgelmusik in der Klosterkirche
18.15 Uhr: Worte zur Eröffnung im Romanischen Saal, Begegnung bei Brot und Wein, Erkunden der Ausstellung

Vortrag | Samstag, 16. Juni 2018, 11 Uhr
Die Huysburger Kapitelle und ihre Bilderwelt
Öffentlicher Vortrag von Dr. Uta Maria Bräuer, Berlin, im Romanischen Saal


 

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